My blog is my Castle

Mein Blog ist für mich mein Zuhause im Internet. Hier will ich mich wohlfühlen, hier möchte ich so sein können, wie ich bin. Und ich möchte andere Menschen einladen, mich hier kennenzulernen. Ich möchte meine Meinung zu verschiedenen Themen schreiben, meine Erkenntnisse, Lebenserfahrungen, persönliche Ansichten. Das spiegelt wieder, wie ich mich fühle, was ich denke, wie ich arbeite, kurz: So bin ich (auch), als Person Jörg Vogt. Und ich freue mich, wie im richtigen Leben, wenn ich darüber nette Menschen kennenlerne, oder mich netten Menschen bekannt machen kann. Ich will hier niemanden missionieren, ich will nicht überzeugen und ich will keine Auseinandersetzungen, die nur negative Energien bringen. Es ist wie zu Hause auf einer Party: Ich freue mich über Besucher, freue mich Zeit, Gedanken, Nähe zu tauschen, ich zeige mich persönlich und über mein zu Hause, meine Einrichtung, meine Bilder, den Stil, in dem ich lebe.

Und wie auf einer netten Party, erwarte ich, dass sich meine Gäste respektvoll und wohlwollend in meinem Haus benehmen. Sie müssen nicht in Allem meiner Meinung sein, aber ich erwarte die Grundformen des Höflichen. Ich will nicht agitiert werden, nicht missioniert, ich möchte nicht, dass an mir oder meinem Haus rumgemeckert wird. Ich liebe eine Pluralität von Meinungen und Ansichten, erwarte aber, dass mit meinen Meinungen und Ansichten respektvoll umgegangen wird.

Anlasse dafür, dieses eigentlich Selbstverständliche zu formulieren, sind einige unfreundliche Kommentare auf meinen Blogbeitrag zu Esowatch.

So schreibt mir ein Leser:

“Sie Kritisieren, dass Esowatch Hellinger und Sheldrake kritisiert. Was sollte man mit diesen sonst tuen?”

????? Was kann ich damit anfangen? Ein bisschen wie Party-Pöbeln und in die Blumen des Gastgebers pinkeln.

Nachdem ich den ja nicht gerade inhaltsschweren Kommentar nicht zur Veröffentlichung freigegeben habe, kommt drei Tage später der nächste Beitrag von diesem Schreiber:

“Gut zu wissen, dass sie Kommentare, die nicht ihre Meinung vertreten löschen. Dies sollten sie auch unter ihre Artikel schreiben.”

Ich habe Nichts gegen andere Meinungen. Ich veröffentliche sie sogar, solange die Form stimmt. Wenn es wirklich eine Meinung gewesen wäre (die ich so nicht erkennen kann), und der Schreiber hätte sich freundlich und wertschätzend geäussert, hätte ich überhaupt kein Problem andere Meinungen zu veröffentlichen.

Aber mein Blog ist kein Forum für Aggressionen, schlechtes Benehmen und dogmatische Überzeugungen.

Ein anderer Leser schreibt mir:

“Das Problem ist: Alles, was Sie im Hinblick auf Wirkungen mit esoterischen Ansätzen erklären wollen, lässt sich bereits mit bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnissen aufzeigen. Das macht aber leider Ihr Geschäftsmodell kaputt – Sei’s drum, es gibt (leider) immer noch genug Menschen, die auf Ihren Schwachsinn hereinfallen.”

Welche Energien hat ein solcher Kommentator?

Will er mich überzeugen? Beschimpfen? Seinen Frust ablassen?

Welche Menschen fallen auf meinen Schwachsinn rein?

Das Internet ist doch gross und bunt genug, dass jeder sich seine Nische suchen kann.

Und mit solchen Kommentatoren mache ich es, wie ich es zu Hause mit Gästen machen würde, die meckern, pöbeln, beschimpfen und anderen die gute Laune und die guten Energien rauben:

Sie fliegen raus!

damit ich mit den netten, respektvollen und wertschätzenden Gästen eine interessante, unterhaltsame und anregende Party feiern kann.

 

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3 Antworten auf My blog is my Castle

  1. Angela Braun sagt:

    Hallo Jörg!

    Das ist ja interessant.
    Ich hab deinen Artikel mit Freude zu lesen begonnen, dachte noch bei mir “schön, dass er aufzeigt, was er sich in seinem Blog für Gäste wünscht”.
    Es erstaunte mich dann zu lesen, was der Hintergrund dafür ist.
    Gibt es eine “Pflicht” des Blogbetreibers, jeden Kommentar zu veröffentlichen?
    Ich meine, mitunter gibt es ja auch Kommentare mit Werbung für Produkte, die man nicht unterstützen will o.ä. Die “löschen”-Funktion hat da wirklich ihren Wert.
    Und auch in Foren werden solche Meinungsäusserungen vom Administrator gelöscht.

    Ich begrüsse deine Offenheit und freue mich jetzt noch mehr über jeden wohlwollenden Kommentar, der eintrudelt!

    Have a nice day,

    Angela :P

    • admin-joerg sagt:

      Liebe Angela,
      eigentlich hatte ich “Gutes Benehmen” auch im Blog für selbstverständlich gehalten. Wie im wirklichen Leben auch. Das wissen wir und wahrscheinlich 99% der Leser des Blogs auch.
      Aber ich formuliere gerne auch für mich einmal, wie ich meinen Blog verstehe. Und die, deren Kommentare ich nicht veröffentliche, verstehen es wahrscheinlich auch dann nicht.
      Liebe Grüße
      Jörg

  2. Ramin sagt:

    Das Phänomen kennen wohl die meisten Blogbetreiber. Auch “im echten Leben” gibt’s ja oft Menschen die anderer Meinung sind. Aber im Internet steht man jemandem halt nicht gegenüber und sieht einem auch nicht ins Gesicht – und da werden manche Menschen eben plötzlich “mutig”, oder sie vergessen einfach dass sie nicht nur einen Kommentar auf einem Blog schreiben, sondern mit einem Menschen kommunizieren.

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